Das Eigennützigste was du tun kannst, 

ist total selbstlos zu sein.

 

Wieder geht ein Jahr zu Ende. Ein Rückblick ist immer auch ein bisschen los lassen. Ein Stück Leben ist vorbei, unwiederbringlich.

Hast du die Zeit so verbracht, wie du es dir vorgenommen hattest?

Aus der Tiefe deines Herzens geschöpft, oder doch von den Konditionierungen des Umfeldes bestimmen lassen?
Hast du deine Ziele erreicht? Oder lässt du dich vom Leben überraschen?

Jede(r) geht seinen ganz eigenen Weg. Es gibt kein richtig oder falsch.

 

Ich glaube, eine zutiefst bewegende und wirklich entscheidende Frage ist,

ob wir für uns und auch für andere einen positiven Beitrag,

einen Unterschied machen konnten.

Ein Stück von uns selbst geben, was immer es auch ist.

 

In berührender Tiefe habe ich dies von anderen Menschen immer wieder auf Reisen erfahren. 

Ich erinnere mich zum Beispiel an die Großmutter von Margarita. Ich wohnte in Havanna (Kuba) in einer Casa – das ist eine Art Privatpension – und Margarita hatte mir für einige Wochen ein Zimmer-Apartment vermietet. Ich stand am Anfang meines Kuba-Jahres, d.h. ich war gekommen um ein Jahr in Havanna zu arbeiten und mein Mann hatte mich für die ersten beiden Wochen begleitet.

Als er dann abreisen musste, war ich natürlich bewegt und traurig. Die Tränen standen mir noch in den Augen als ich durch die Küche zurück in mein Zimmer gehen wollte. In der Küche stand „la abuelita“ (Großmütterchen).

Als sie mich sah, legte sie den Kochlöffel weg, kam auf mich zu und umarmte mich. „Sei nicht traurig, du hast ja jetzt uns.“ sagte sie voller Inbrunst und Mitgefühl.

Wir kannten uns nicht, erst drei Tage zuvor war ich angekommen. 

 

Kuba-Havanna-drei-alte-Frauen sitzen-vor-der-Tür-

Kubaner*innen sind warmherzig und mitfühlend

 

Ebenfalls in Havanna:

meine Tochter und ich waren mit einem jungen Kubaner (Yoan) spätabends in Havanna unterwegs, auf dem Weg nach Hause. Wir mussten laufen, weil kein Taxi zu bekommen war und wir hatten noch gut ein paar Kilometer vor uns.

Ich trug Zehensandalen, die schon einiges mitgemacht hatten in diesem Sommer. Doch nun riss die Lasche zwischen den Zehen aus der Sohle – unmöglich damit weiterzulaufen.

Yoan nahm den Schuh und ging ins Theater hinein, an dem wir gerade vorbei liefen, wir hinterher. Er sprach mit dem älteren Mann am Schalter, den er gar nicht kannte. Dieser nickte zustimmend und verschwand mit meiner Sandale.

Es dauerte und dauerte…Kubaner haben ein anderes Zeitverständnis als wir. Und dass der Schalter nun nicht besetzt war, war offenbar auch kein Problem. Nach schätzungsweise einer halben Stunde kam er zurück – die Sandale war repariert und wieder einsatzfähig.

Ich war sprachlos und der Mann winkte ganz bescheiden ab, das wäre doch nichts. Man müsse sich doch gegenseitig helfen.

An diesem Abend habe ich eine Lektion gelernt – in Sachen Geduld und Hilfsbereitschaft 🙂

Solche Erlebnisse hatte ich immer wieder in Kuba… doch nicht nur dort, auch in anderen Ländern dieser Welt. 

 

Jetzt stell‘ dir diese Situation mal in Frankfurt oder Berlin vor. Sehr schwierig ja… für uns selbst und noch viel mehr für Fremde, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Und dennoch: 

 

Wir alle möchten auf die eine oder andere Weise

zu etwas Gutem, etwas Großartigen beitragen, 

das uns mit unserer Güte und Seele in Verbindung bringt.

 

Sehr viele Menschen engagieren sich auch bei uns in wohltätigen Vereinen, spenden und bringen sich ein für die Gesellschaft. Denen begegnen wir nur selten auf der Straße, doch es gibt sie.

Leider hat unsere Gesellschaft, vor allem in der Großstadt, diese Werte nicht mehr allgegenwärtig. Misstrauen hat sich breit gemacht, zu oft wird Hilfsbereitschaft ausgenutzt. Das ist die andere Seite der Medaille, wenn die Schere des Wohlstands immer weiter auseinanderklafft.

Und doch bin ich überzeugt davon, dass es der einzig richtige Weg ist, auf den anderen zuzugehen, Toleranz zu üben, Fremdes zu integrieren und damit uns selbst das größte Geschenk zu machen.

 

 

 

Reisen sind eine Einladung

zur persönlichen Entfaltung.

Der inneren Neugier folgen, mit Menschen in Verbindung kommen, Neues erleben, über Grenzen gehen, den Horizont erweitern.

Mittendrin sein.

Intensiv mit allen Sinnen erleben.

Reisen – das bedeutet Austausch und Völkerverständigung, aber auch Perspektiven schaffen für die Menschen im Gastland, indem ein Teil des Reisepreises dort ankommt.

 

Glaubst auch du, dass Reisen Leben verändern kann?

 

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